Sprüche und Zitate zum Stichwort Zen Geschichten

Zen und buddhistische Geschichten

Ein buddhistischer Mönch und ein kleines Mädchen gingen im Wald spazieren. Sie blieben vor einem Baum stehen und das Mädchen fragte: "Lieber Mönch, sage mir, welche Farbe hat dieser Baum!" Und der Mönch antwortete: "Er hat die Farbe, die Du siehst."


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Buddhistische Anekdote
zitat Ein König sucht einen alten Zen-Meister im Wald auf.
"Was ist das Wesen des Selbst?", fragte er ihn.
Der Greis blickt ihn an und schweigt.
Der König wiederholt die Frage.
Doch der Zen-Meister schweigt.
Der König fragt noch einmal, aber der Rishi bleibt stumm.
Da gerät der König in Zorn und fährt ihn an: "Was ist nun? Willst du nicht endlich antworten?"
"Drei Mal habe ich dir geantwortet, aber du hörst nicht zu", antwortete der Rishi ganz gelassen. "Das Wesen des Selbst ist die Stille."

Buddhistische Anekdote

Antworten Erkennen Meister Selbst Stille Zen
zitat Ein Mann kam zu Tao-hsin und fragte ihn
„Was ist wichtiger: die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft?“
Tao-hsin trat zu dem Mann hin, schlug ihn, setzte sich wieder und fragte „Was war schlimmer: mich kommen zu sehen oder der Schmerz oder die Erinnerung daran?“
Der Mann war sprachlos und ging.

Buddhistische Anekdote

Erinnerung Gegenwart Geschichte Schmerzen Vergangenheit Wichtig Zen Zukunft
zitat Ein Mann, der viele Jahre nach Erleuchtung gesucht und von vielen Meistern gelernt hatte, traf auf seiner Wanderschaft einen alten Mann, der eine schwere Last auf seinem Rücken den Berg hinauftrug. Plötzlich wußte er: Dieser Mann kann mir etwas über Erleuchtung sagen!
Er ging zu dem alten Mann und fragte: „Hey! Ich weiß, Du kannst mir etwas über Erleuchtung sagen! Wie ist es, erleuchtet zu werden?”
Der alte Mann setzte seine schwere Last ab und lächelte. „Ah! Ich verstehe!” sagte der Mann voller Entzücken. „Und was passiert dann? Nach der Erleuchtung?”
Und der alte Mann nahm wortlos seine Last wieder auf und ging weiter.

Buddhistische Anekdote

Alltag Erleuchtung Geschichte Meister Suche Verstehen Zen
zitat Ein Philosoph kam einmal zu Buddha und fragte ihn: "Ohne Worte, ohne das Wortlose - kannst Du mir die Wahrheit sagen ?"
Der Buddha bewahrte Schweigen.
Da verbeugte sich der Philosoph, dankte Buddha und sagte: "Durch dein liebendes Mitgefühl habe ich meine Illusionen durchschaut und den Wahren Weg betreten."
Nachdem der Philosoph gegangen war, fragte Ananda den Buddha, was der Philosoph erlangt hätte.
Der Buddha antwortete: "Ein gutes Pferd läuft schon beim bloßen Anblick der Peitsche."

Buddhistische Anekdote

Buddha Geschichte Illusion Mitgefühl Philosophie Schweigen Wahrheit Worte Zen
zitat Ein Professor wanderte weit in die Berge, um einen berühmten Zen-Mönch zu besuchen. Als der Professor ihn gefunden hatte, stellte er sich höflich vor, nannte alle seine akademischen Titel und bat um Belehrung.
"Möchten Sie Tee?" fragte der Mönch.
"Ja, gern", sagte der Professor.

Der alte Mönch schenkte Tee ein. Die Tasse war voll, aber der Mönch schenkte weiter ein, bis der Tee überfloß und über den Tisch auf den Boden tropfte.
"Genug!" rief der Professor.
"Sehen Sie nicht, daß die Tasse schon voll ist? Es geht nichts mehr hinein."
Der Mönch antwortete: "Genau wie diese Tasse sind auch Sie voll von Ihrem Wissen und Ihren Vorurteilen. Um Neues zu lernen, müssen Sie erst Ihre Tasse leeren."

Buddhistische Anekdote

Geschichte Kloster Lehre Mönche Trinken Zen
zitat Ein Schüler trat vor Tao-hsin "Bitte erklär mir das Wesen der Liebe."
Tao-hsin antwortet "Keine Lust."

Buddhistische Anekdote

Erklärung Meister Schüler Zen
zitat Ein Zen-Schüler der die Erleuchtung suchte beklagte sich bei seinem Meister ständig darüber, daß dessen Erläuterungen unvollständig seinen und der Meister ihm irgendeinen entscheidenden Hinweis vorenthalte. Der Meister versicherte, dass er ihm nichts vorenthalte. Der Schüler bestand darauf, dass es etwas gebe, was der Meister ihm vorenthalte. Der Meister bestand darauf, daß er ihm rein gar nichts vorenthalte.
Etwas später gingen die beiden auf einem Pfad durch die Berge spazieren.
Plötzlich sagte der Meister: "Riechst Du den Duft des Berglorbeers?"
Der Schüler sagte "Ja."
"Siehst Du," antwortete der Meister, "ich enthalte Dir gar nichts vor."

Buddhistische Anekdote

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zitat Eines Tages drang ein Dieb in die Hütte des Zen-Meisters Shichiri Kojun ein: "Geld her oder ich werde dich töten!", drohte er.

Kojun erwiderte ruhig: "Mein Geld ist dort drüben in der Schublade. Nimm es dir, aber vielleicht bist du so nett und lässt mir noch ein klein wenig übrig, da ich morgen noch etwas Reis einkaufen möchte."

Der Dieb war zwar sehr erstaunt, nahm sich dann aber doch fast das ganze Geld. Als er schon an der Tür war, sagte Kojun: "Wenn man etwas erhalten hat, sollte man sich auch dafür bedanken.
Danke, erwiderte der Dieb kopfschüttelnd und verschwand."

Wenig später wurde der Mann bei einem anderen Einbruch verhaftet, und er gestand, unter anderem auch den Zen-Meister bestohlen zu haben, der daraufhin zur Polizeiwache gerufen wurde.
Er hat auch euer Geld gestohlen, nicht wahr?, fragte der Polizist.

"Oh nein, er hat mir nichts gestohlen. Ich gab ihm das Geld, und er bedankte sich dafür," sagte Kojun. Als der Mann seine wegen der anderen Vergehen gegen ihn verhängte Strafe verbüßt hatte, kam er zu Zen-Meister Kojun und bat darum, sein Schüler werden zu dürfen.

Buddhistische Anekdote

Geld Geschichte Meister Schüler Verbrechen Zen
zitat Einige Würdenträger der Stadt waren in einem Zen-Kloster zu einem einfachen Mal geladen. Um den Zen-Meister zu beeindrucken, unterhielten sie sich über höchst spirituelle Themen, über Wiedergeburt und Karma.
Schließlich ergriff der Bürgermeister das Wort: "Verehrter Meister, uns würde vor allem Ihre Meinung zum Thema Wiedergeburt interessieren."
Der Meister schaute von seinem Teller auf und sagte: "Haben Sie schon gekostet ? Der Rettich schmeckt ausgezeichnet."

Zen-Meister Bokaju wurde einst von einem Mönch gefragt: "Wir müssen uns jeden Tag anziehen und essen; wie können wir von all dem loskommen?"
Bokaju antwortete: "Wir ziehen uns an; wir essen."
Der Mönch sagte: "Das verstehe ich nicht."
Da sagte Bokaju:"Wenn Du es nicht verstehst, zieh Deine Kleider an und iß Deine Mahlzeiten."

Buddhistische Anekdote

Erleuchtung Essen Kloster Meister Mönche Wiedergeburt Zen
zitat Es war einmal ein berühmter buddhistischer Laie namens Busol. Er war ein erleuchteter Mann. Seine Frau war erleuchtet, ebenso sein Sohn und seine Tochter.

Eines Tages kam ein Mann zu Busol und fragte: »Ist Zen schwer oder leicht?«
Busol sagte: »Oh, es ist sehr schwierig. Es ist genauso, als ob Du versuchst, mit einem Stock den Mond zu schlagen«.

Der Mann war verwirrt und zerbrach sich den Kopf. Wenn Zen so schwer ist, wie hat dann Busols Frau die Erleuchtung erlangt?
Er ging also zu ihr und stellt ihr die gleiche Frage.

Sie antwortete: »Das ist das leichteste der Welt. Es ist leichter, als sich beim morgendlichen Waschen an die Nase zu greifen.«

Nun war der Mann vollkommen verwirrt. »Ich verstehe nichts mehr. Ist Zen leicht? Ist Zen schwer? Wer hat Recht?«

Deshalb fragte er ihren Sohn. Der Sohn sagte: »Zen ist weder schwer noch leicht. Auf den Spitzen von 100 Grashalmen sitzt das ganze Ziel der Patriarchen.«

Nicht schwer?
Nicht leicht?
Was ist es dann?

Also ging der Mann zur Tochter und fragte sie: »Dein Vater, deine Mutter und dein Bruder haben jeder eine andere Antwort gegeben. Wer hat nun recht?«
Sie sagte: »Machst du es dir schwer, dann ist es schwer. Machst du es dir leicht, dann ist es leicht. Denkst Du nicht, dann ist die Wahrheit genauso, wie sie ist. Sage mir jetzt - worauf richtet sich dein Geist gerade in diesem Moment?«

Der Mann war total verwirrt. Plötzlich gab ihm die Tochter einen Schlag: »Wo ist jetzt schwer und wo ist jetzt leicht?«

Da verstand der Mann. Denke also nicht darüber nach, ob Zen leicht oder schwer ist.

Buddhistische Anekdote

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Andre Schneider