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Seite 3 - Anekdote Zitate und Weisheiten

Sprüche und Zitate zum Stichwort Anekdote


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Buddhistische Anekdote
zitat Geh zum Fluss und hole mir eine Tasse Wasser, sagte der Zen-Meister zu seinem Schüler.

Als der Schüler am Fluss die Tasse mit Wasser füllte, sah er flussaufwärts eine wunderschöne Frau in seinem Alter. Die Frau nahm ihn ebenfalls in Augenschein, und mit einem Mal verliebten sie sich unsterblich ineinander. Er zog zu ihr auf das Gut ihrer Familie in einem ruhigen Dorf, und sie bauten ein Haus. Über die Jahre wurden ihnen Kinder geboren. Sie waren glücklich miteinander und ernährten sich von der Landwirtschaft, die sie betrieben. Eines Tages kam eine Flut. Das Dorf wurde überschwemmt, und er musste sich mit seiner Familie auf das Dach des Hauses retten. Da zog ein großer Sturm auf. Seine Kinder wurden eins nach dem anderen vom reißenden Wasser fortgerissen und schließlich ertranken sie darin. Auch seine Frau wurde fortgespült und kam in den Fluten um. Als der Sturm sich legte, saß er einsam und verzweifelt zusammengekauert auf dem Dach seines Hauses. Er starrte in die Luft. Ein Alptraum - nach all den glücklichen und schönen Jahren!

Da legte sich von hinten eine Hand auf seine Schulter. Es war die Hand seines Meisters, der ihn fragte: Wo bleibst du so lange? Wolltest du nicht bloß eine Tasse Wasser holen?

Buddhistische Anekdote

Familie Fluss Geschichte Meister Schicksal Schüler Tragödie Zen
zitat Ikkyu war ein bekannter Zen-Mönch, Dichter und auch Shakuhachi-Spieler. Als er einmal auf dem Markt flanierte, wurde er von einem jungen Mönch erkannt, der von ihm einen Gedichtband besaß.
Dieser näherte sich ihm und fragte: "Meister Ikkyu, können Sie mir bitte in dieses Buch schreiben, was das Wichtigste, was die Essenz des Zen ist?"
Ikkyu sagte: "Ja, das kann ich," und schrieb in das Buch "Aufmerksamkeit".
Da bemerkte der Mönch enttäuscht: "Ist das alles? Gibt es da nicht etwas Tieferes?"
Ikkyu erwiderte: "Doch, es gibt etwas Tieferes" und schrieb "Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit".
Der Mönch war aber immer noch nicht zufrieden: "Aufmerksamkeit, das kennt doch jeder! Können Sie nicht etwas Tiefgründigeres schreiben?"
Ikkyu antwortete: "Oh ja, das kann ich" und schrieb: "Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit".
Da verstand der Mönch plötzlich und verbeugte sich tief.

Buddhistische Anekdote

Aufmerksamkeit Bücher Geschichte Mönche Wichtig Zen
zitat In Korea gab es zur Zeit der Bürgerkriege einen ganz besonders grausamen General, der Menschen wahllos niedermetzelte und vor dessen Truppen alle flohen.
Nur ein Zen-Meister machte keine Anstalten zu fliehen, als der General mit seinen Männern das Dorf einnahm. Der General ging in das Kloster, zog vor dem Meister sein Schwert und drohte: "Weißt du nicht, wer ich bin? Ohne mit den Wimpern zu zucken kann ich dich töten."

Der Zen-Meister erwiderte sanft: "Und du, weißt du nicht wer ich bin? Ich bin ein Mann, den man töten kann, ohne dass er mit der Wimper zuckt."

Da verneigte sich der General und untersagte seinen Männern, das Dorf zu plündern.

Buddhistische Anekdote

Angst Furcht Geschichte Krieg Meister sterben Töten Zen
zitat Jeden Monat schickte der getreue Schüler seinem Meister weisungsgemäss einen Bericht über seine Fortschritte.
Im ersten Monat schrieb er:"Ich verspüre eine Weitung meines Bewusstseins und fühle mich eins mit dem Universum." Der Meister warf einen Blick auf die Nachricht und warf sie weg.
Im nächsten Monat hatte der Schüler dies zu melden:"Ich habe endlich herausgefunden, dass das Göttliche in allen Dingen gegenwärtig ist." Der Meister verzog das Gesicht.
Im dritten Monat waren die Worte des Schülers voller Begeisterung:"Das Mysterium des Einen und der Vielen hat sich meinem staunenden Blick offenbart."
Der Meister schüttelte den Kopf und warf den Brief weg.
Der Brief des vierten Monats lautete:"Niemand wird geboren, niemand lebt und niemand stirbt, denn das Ego-Ich ist nicht." Der Meister hob seufzend die Arme und liess sie wieder fallen.

Im fünften Monat kam kein Brief, auch im sechsten und in den weiteren Monaten nicht, bis schliesslich ein ganzes Jahr vergangen war. Da fand es der Meister an der Zeit, seinen Schüler an die Berichtspflicht zu erinnern.
Die Antwort kam schnell, doch in diesem Brief stand nur:"Wen kümmerts?"
Ein Lächeln der Zufriedenheit breitete sich über das Gesicht des Meisters aus...

Buddhistische Anekdote

Ego Erwachen Fortschritt Geschichte Meister Nachrichten Schüler Zen
zitat Yoka (Yungchia Hsüanchüeh)(665-713) wurde Mönch, als er noch sehr jung war. Er verließ seine Familie in der Absicht, den Buddhismus zu studieren sowie die Gedanken des Laotse und des Konfuzius. Er studierte besonders die Lehren der TendaiSchule, wobei er sich auf die Übung von Zazen konzentrierte und auf die vier Verhaltensweisen: "Gehen, Stehen, Sitzen, Liegen."
Nachdem er vom sechsten Patriarchen Eno gehört hatte, begab er sich auf den Berg Sokei, um die wahre Essenz des Zen zu verstehen. Vor dem Patriarchen angekommen, ging er dreimal um ihn herum und blieb stehen, ohne zu grüßen.
Eno sagte zu ihm: »Ein Mönch muß genau die achttausend Handlungen und die dreitausend Verhaltensweisen verkörpern. Woher kommt Ihr? Warum habt Ihr einen solchen Stolz?«
»Ich habe keine Zeit zu verlieren. Das Leben und der Tod sind eine ernste Sache, und der Tod folgt auf das Leben mit einer entsetzlichen Geschwindigkeit«, antwortete Yoka unwillig.
»Warum«, erwiderte Eno, »verwirklicht Ihr nicht das Prinzip der NichtGeburt, um das Problem der Unbeständigkeit des Lebens zu lösen?«
»Wenn man die NichtGeburt verstanden hat und das Hier und jetzt erfaßt hat«, sagte Yoka abrupt, »ist nichts mehr da.«
»Das ist es, das ist es!« rief Eno aus.

Eno bestätigte Yoka, der noch eine Nacht bei ihm blieb. Deshalb gab man ihm den Beinamen »Der in einer einzigen Nacht erweckte Mönch«. Er hatte zahlreiche Schüler, aber seine Linie setzte sich nicht fort.
Er schrieb das Shodoka, einen der wesentlichen Texte des SotoZen.

Buddhistische Anekdote

Erleuchtung Erwachen Geschichte Lehre Mönche Schule Zazen Zen
zitat Zen-Meister handeln aus einer vollkommenen inneren Freiheit heraus, was ihnen erlaubt, der jeweiligen Situation entsprechend so zu reagieren, daß es immer zu einer Lehre für die Schüler wird. Daher weiß man nie im Voraus, wie sie handeln werden.
Zum Beispiel mochte Meister Deshimaru gerne Ziegen und hatte drei für den Tempel "La Gendronnière" erworben. Sie lebten dort in einer Ecke des Gemüsegartens. Manchmal holte er eine - die größte war seine Lieblingsziege- , legte ihr eine Leine um und spazierte mit ihr im ganzen Tempelgelände herum.
Vor dem Hauptgebäude angelangt, befestigte er sie jeweils an einem Pflock auf dem gegenüberliegenden Rasen, setzte sich auf die Treppe vor seinem Zimmer und beobachtete mit tiefer Zufriedenheit, wie sie Gras fraß. Dies schien sein höchstes Glück zu sein.
Eines Tages hatte der Verantwortliche vergessen, das Wasserloch des Gemüsegartens abzudecken. Als die Ziege trinken wollte, stürzte sie hinein und ertrank.
Da man wußte, welche Liebe Meister Deshimaru für dieses Tier empfand, wagte niemand, ihm diese Nachricht zu überbringen, und der Verantwortliche selbst war spurlos verschwunden. Da er am Abend immer noch unauffindbar war, fühlte ich mich gezwungen, den Meister zu informieren, denn jegliches Hinauszögern hätte das Problem nur noch verschlimmert.
Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch begab ich mich also zu Meister Deshimaru.
“Meister, Ihre Ziege ist tot....” brachte ich unsicher hervor.
“Was!?” rief er mit donnernder Stimme.
“Ja, als sie trinken wollte, ist sie in das Wasserloch gefallen.”
Es wurde still, sehr still. Die Spannung im Raum war absolut. Was würde jetzt geschehen?
Nach einer Weile sagte der Meister einfach: “Ich hätte wirklich nicht gedacht, daß Ziegen so dumm sind. Geh und kauf morgen eine Neue!”

Buddhistische Anekdote

Geschichte Kloster Meister Tiere Tod Unfall Zen
zitat Zwei Mönche stritten über einen Lehrtext. Jeder der Beiden bestand darauf, dass er Recht habe, und bezeichnete die Meinung des Anderen als falsch. Bis einer der Beiden sagte: "Ich frage den Meister, er soll darüber entscheiden".

Somit ging er zum Meister, der gerade von einem dritten Mönch den Kopf rasiert bekam. Er fragte den Ehrwürdigen Meister: "Ich hatte eben Streit mit meinem Bruder." Er zitierte die zugrunde liegende Textstelle und teilte seine Interpretation mit. "Mein Bruder dagegen behauptet, ich sei im Irrtum." und trug auch die Meinung seines Bruders vor. Dann fragte er den Meister: "Meister, wer von uns Beiden hat denn nun Recht?"

Der Meister sagte: "Du hast Recht."

Erfreut ging dieser Mönch nun zu seinem Bruder und erzählte ihm davon. Dieser wiederum lief sofort zum Meister und beschwerte sich: "Erhwürdiger Meister, das kann doch wohl nicht stimmen! Ich berufe mich auf den Kommentar eines grossen Lehrers und soll mich irren?

Der Meister sagte: "Du hast Recht."

Der dritte Mönche, der dem Meister noch immer den Schädel rasierte und das Ganze miterlebte, war sehr wahrheitsliebend und sagte: "Meister, ehrwürdiger Meister, wie kannst du sagen, beiden haben Recht?! Entweder hat nur der Eine oder Andere recht!"

Der Meister sah ihn lächelnd an und sagte: "Auch Du hast Recht."

Buddhistische Anekdote

Geschichte Irrtum Meinung Meister Sichtweise Streit Wahrheit Wahrnehmung Wirklichkeit Zen
zitat Zwei Mönche betrachteten eine Fahne, die über dem Klostertor im Wind flatterte.
"Die Fahne bewegt sich", sagte der eine.
"Nein", erwiderte der andere, "nicht die Fahne bewegt sich. Der Wind bewegt sie."
In diesem Augenblick kam der sechste Patriarch vorbei.
"Weder die Fahne bewegt sich", sagte er, "noch der Wind. Eure Herzen bewegen sich!"
Da erschraken die Mönche.

Buddhistische Anekdote

Bewegung Erkenntnis Geschichte Herz Sichtweise Wind Zen
zitat Zwei Mönche waren unterwegs auf der Wanderschaft. Eines Tages gelangen sie ans Ufer eines Flusses, dessen Ufer durch eine Regenperiode aufgeweicht waren.

Dort stand eine junge Frau in schönen, teuren Kleidern. Offenbar war sie im Begriff, den Fluss zu überqueren. Da das Wasser sehr tief war, hätte sie ihn nicht durchwaten können, ohne dabei ihre Kleider zu schädigen. Ohne zu zögern ging der ältere Mönch auf die Frau zu, hob sie auf seine Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf dem gegenüber liegenden Flussufer setzte er sie trockenen Fusses ab. Nachdem der jüngere Mönch ebenfalls den Fluss überquert hatte, setzten die beiden ihre Wanderung fort. Eine Stunde später fing Jüngere an, den seinen älteren Kameraden zu kritisieren: Bist du dir im Klaren, dass du nicht korrekt gehandelt hast, denn wie du weißt, ist es untersagt, näheren Kontakt mit Frauen zu haben oder mit ihnen zu sprechen. Und du hast sie sogar berührt. Wieso hast du gegen diese Regel verstoßen? Der Mönch, der die Frau über den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen mit Bedacht an. Dann antwortete er ruhig: Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt. Wie erklärst du dir, dass du sie noch immer mit dir herumträgst?

Buddhistische Anekdote

Fluss Geschichte Handlung Mönche Wandern Zen
zitat “Meister, du musst mir helfen”, sagte der Besucher. “Ich bin mit meiner Weisheit am Ende.”

”Wie sieht dein Problem denn aus?” Fragte der Weise

„Ich schaffe es kaum, meinen Ärger zu kontrollieren“, sagte der Gast.

„Es ist einfach die Art, wie die Leute sind: Ich sehe sie andere kritisieren während sie ihre eigenen Fehler absolut nicht bemerken. Ich möchte sie nicht kritisieren, da ich nicht wie sie sein möchte, aber es regt mich wirklich auf.“

„Ich verstehe”, sagte der Weise. „Aber sage mir erst: Bist du nicht der Dorfbewohner, der letztes Jahr dem Tod nur knapp entkommen ist?“

„Ja“, nickte der Gast. „Es war eine schreckliche Erfahrung. Ich bin zu weit in den Wald gegangen und stieß auf ein Rudel hungriger Wölfe.“

„Und was hast du gemacht?“

„Ich bin gerade noch auf einen Baum geklettert, bevor sie mich erreichten. Die Wölfe waren riesig und ich zweifelte nicht daran, dass sie mich in Stücke hätten reißen können.“

„Du warst also gefangen?“

„Ja. Ich wusste, dass ich ohne Wasser und Nahrung nicht lange auskommen würde, und so wartete ich, bis ihre Wachsamkeit nachließ. Immer wenn ich dachte, es sei sicher genug, kletterte ich herunter, sprintete zum nächsten Baum und kletterte herauf, bevor sie mir zu nahe kamen.“

„Das hört sich nach einer echten Tortur an.“

„Ja – insgesamt dauerte es zwei Tage. Ich dachte ich würde sicher sterben. Zum Glück fand mich eine Gruppe Jäger, sobald ich nah genug am Dorf war. Die Wölfe zerstreuten sich und ich war gerettet.“

„Mich interessiert vor allem eine Sache“, sagte der Weise. „Während dieser Erfahrung, hast du dich von den Wölfen irgendwann beleidigt gefühlt?“

„Was? Beleidigt?“

„Ja. Hast du dich von den Wölfen beleidigt oder verunglimpft gefühlt?“

„Natürlich nicht, Meister. Dieser Gedanke ist mir nie gekommen.“

„Warum nicht? Sie wollten nichts anderes, als dich beißen, nicht? Sie wollten dich töten, nicht wahr?“

„Ja, aber… das ist nun einmal, was Wölfe tun! Sie waren einfach sie selbst. Es wäre absurd gewesen, mich beleidigt zu fühlen.“

„Exzellent! Behalte diesen Gedanken im Kopf, während wir uns noch mal um deine Frage kümmern. Andere zu kritisieren, während sie selbst ihre Fehler nicht bemerken ist etwas, was viele Leute tun. Du kannst sogar sagen, es sei etwas, was wir alle von Zeit zu Zeit tun. In einem gewissen Sinn leben die gefräßigen Wölfe in jedem von uns.

Wenn die Wölfe ihre Krallen zeigen und auf dich zukommen, solltest du nicht einfach stehenbleiben. Du solltest dich sicherlich schützen, indem du irgendwie von ihnen fort kommst, wenn es irgend möglich ist. Genauso solltest du nicht passiv akzeptieren, wenn Leute mit giftiger Kritik auf dich losgehen. Sicherlich solltest du dich schützen, indem du eine gewisse Distanz zwischen dich und sie bringst, wenn es irgendwie möglich ist.

Der wichtigste Punkt dabei ist, dass du das tun kannst, ohne dich angegriffen oder beleidigt zu fühlen, da diese Leute einfach nur sie selbst sind. Es liegt in ihrer Natur zu kritisieren und zu richten, es wäre also absurd daran Anstoß zu nehmen. Es macht keinen Sinn, wütend zu werden.

Das nächste Mal, wenn die hungrigen Wölfe in Menschenhaut sich nähern, denke daran: Das ist einfach die Art, wie die Leute sind – genau wie du gesagt hast, als du reingekommen bist.“

Buddhistische Anekdote

Ärger Fehler Gerede Geschichte Kritik Lästern Meister Zen

Andre Schneider