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Marcel Proust - Zitate und Weisheiten

Weisheiten und Zitate von Marcel Proust (französischer Schriftsteller und Kritiker)

Marcel Proust Marcel Prousts Hauptwerk ist Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (À la recherche du temps perdu) in sieben Bänden. Dieser monumentale Roman ist eines der bedeutendsten erzählenden Werke des 20. Jahrhunderts.
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist eine fiktive Autobiographie mit raffinierter Struktur: Ein weitgehend anonymes "Ich", das aber an zwei Stellen des Romanteils Die Gefangene von seiner Geliebten mit "Marcel" angesprochen wird, erzählt von seinen zum Teil vergeblichen Versuchen, sich an seine Kindheit und Jugend zu erinnern.
Was ihm willentlich nicht gelingt, ermöglichen ihm schließlich eine Reihe "unwillkürlicher Erinnerungen" – Sinnesassoziationen, welche Erlebnisse der Vergangenheit auf intensive Weise vergegenwärtigen und damit erinnerbar machen; das berühmteste Beispiel ist der Geschmack einer in Tee getauchten Madeleine, der den Ort seiner Kindheit, Combray, in ganzer Fülle wiederauferstehen lässt. Am Ende des Romans entschließt sich das "Ich", die auf diese Weise wiedererlebte und damit "wiedergefundene" Zeit nun in einem Roman festzuhalten.
Während sich die historisch zuerst entstandenen Anfangs- und Schlussteile des Romans hauptsächlich mit dem Thema der Erinnerung befassen, tritt dieses Thema im Mittelteil, etwa ab Sodome et Gomorrhe, in den Hintergrund zugunsten einer präzisen, immer wieder ironischen Beschreibung der mondän-dekadenten Gesellschaft der Jahrhundertwende.
Literaturhistorisch bedeutend ist Prousts Roman vor allem deshalb, weil er mit einer bis dahin ungekannten Konsequenz die Subjektivität der menschlichen Wahrnehmung inszeniert, mit all ihren Nachteilen und Möglichkeiten: So zeigt er einerseits, dass kein Mensch die Wirklichkeit oder Wahrheit als solche erkennen kann, sondern allenfalls eine subjektive Wahrheitsvorstellung besitzt. Andererseits entfaltet jeder Mensch in seiner subjektiven Wahrheit eine einzigartige Welt, jeder Mensch ist ein eigener Kosmos.
Das Erzählen und damit die Literatur werden von Proust als eine Möglichkeit entdeckt, anderen Menschen zumindest Teile dieser einzigartigen, subjektiven Welt eines "Ich" zugänglich zu machen.
Das Motiv der versagenden Erinnerung, mit der ein "Ich" sich quält und an der es die prinzipielle Unzugänglichkeit der Wirklichkeit erfährt, wird in der französischen Literatur vor allem von Claude Simon aufgegriffen und neu bearbeitet, nun mit Bezug auf die Kriege des 20. Jahrhunderts.

8.00 von 10 möglichen Sternen bei 7 Bewertungen

Quelle: Wikipedia

zitat Aber das Glück kann nie kommen. Sind die Umstände endlich gefügig gemacht, so verlegt die Natur den Kampf von aussen nach innen und bringt allmählich in unserm Herzen eine Wandlung hervor, so dass es etwas anderes wünscht, als was ihm zuteil werden wird.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Herz Innern Kampf Natur Wandel Wunsch
zitat Alle unsere Gefühle, in denen wir die Freuden und Leiden einer wirklichen Person miterleben, kommen auch nur durch ein Bild zustande, das wir uns von diesem Glück oder Mißgeschick machen.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Bilder Erleben Freude Gefühl Leiden Missgeschicke Unglück
zitat Da eine Idee aber nichts Materielles an sich hat, können auch Leute, die nur materiell die Umgebung eines Menschen bilden, auf die ihn beherrschende Idee keinen Einfluß nehmen.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Idee Materie Menschen Umwelt
zitat Das Bedürfnis zu sprechen hindert nicht nur am Hören, sondern auch am Sehen.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Bedürfnisse Hindernis Hören Rede Sehen
zitat Das Glück ist einzig heilsam für den Leib, die Kräfte des Geistes jedoch bringt der Schmerz zur Entfaltung.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Geist Heilung Körper Kraft Leiden Schmerzen
zitat Das Leben selbst führt uns nach und nach, von Fall zu Fall, zu der Wahrnehmung, dass alles das, was uns für unser Herz oder für unseren Geist das Allerwichtigste ist, uns nicht durch vernunftmäßige Überlegung zuteil wird, sondern durch andere Mächte.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Geist Herz Leben Macht Überlegen Vernunft Wahrnehmung Wichtig
zitat Dass man sich verliert, ist noch nicht schlimm, sondern dass man sich hinterher nicht wieder zurechtfinden kann.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Finden Stress Verlieren Weg
zitat Denn das Gedächtnis, indem es die Vergangenheit in unveränderter Gestalt in die Gegenwart einführt - so nämlich, wie sie sich in dem Augenblick präsentierte, als sie selber noch Gegenwart war - bringt gerade jene große Dimension der Zeit zum Verschwinden, in der das Leben sich realisiert.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Augenblick Dimension Erinnerung Gedanken Gegenwart Realität Vergangenheit Zeit
zitat Denn wenn die Erfüllung, das Glück, geringfügig nur auf Grund von Sicherheit erscheinen, so haben sie doch in sich etwas Unbeständiges, aus dem nur Kummer entstehen kann.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Erfüllung Erscheinungen Kummer Leiden Sicherheit Unbeständig Vergänglichkeit
zitat Der Geist kennt keine ausweglosen Lebenssituationen.

(Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)

Marcel Proust

Geist Problem Sichtweise Situation

Andre Schneider